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Erfahrungsbericht

Einleitung:

Ich habe mein Praktikum im OBOLUS-Soziales-Kaufhaus absolviert, weil ich schon vorher wusste was man hier machen konnte und in anderen Läden, wäre es nie so abwechslungsreich gewesen., wie hier. Ich habe mich beim Chef Sven Wolfram beworben und er hat mich nach ein zwei Fragen gerne hier für die zwei Wochen eingestellt. Ich habe viele Berufe hier kennen lernen können. Textilreiniger, Lager/Logistik, Fahrradmonteur, Elektrotechniker und Verkäufer.

 

Es war auf jeden Fall sehr abwechslungsreich, interessant alles kennen zu lernen, die Leute kennen zu lernen, die im übrigen super nett sind. Hier kann jeder arbeiten, ehrenamtlich, was heißt das man dafür nicht bezahlt wird, aber es ist zu einem guten Zweck. Auch Strafleute (Sozialstundenleistende) arbeiten hier, weil sie sonst ins Gefängnis oder eine Strafe bezahlen  müssen, aber auch die sind sehr freundlich und ich versteh mich super mit ihnen. Und ich bin ehrlich, wenn ich sage ich will hier lieber weiter arbeiten anstatt zur Schule zu gehen.

  

Hauptteil:

Ladenbeschreibung: Ich fange an mit der Laden Beschreibung und würde dann meinen Tagesablauf schildern. Also es gibt mehrere Abteilungen: Da wäre die Kasse, die Textilabteilung, der Transport, der mir im übrigen am besten gefallen hat und es gab da auch noch die Fahrrad-Werkstatt und die Küche, wo sich Waschmaschinen und Wäschetrockner befinden. Dort werden auch Geschirr- und Elektrogeräte gereinigt.

 

 In dem Kaufhaus kann man als Kunde sehr viel kaufen. Klamotten von Baby bis für Ältere, Spielzeug, Bücher, Geschirr, Schulzeug, Weihnachtszeug (wenn dann Weihnachten bald bevor steht), Möbel, Koffer und Taschen, Schmuck, also eigentlich alles was das Herz begehrt.

 

 Ich finde die Idee gut, dass alles ausschließlich von Spenden finanziert wird und das es fast immer billig weiter verkauft wird, sodass auch die ärmeren Leute sich etwas leisten können, was sie so sonst nie bekommen würden. In dem Laden kann jeder einkaufen gehen und ärmere Leute bekommen Rabatt.

 

Tätigkeiten:

So jetzt werde ich den Tagesablauf von mir schildern. Meine Haupttätigkeit bestand darin, den Kollegen zur Hand zu gehen, Kunden zu helfen und zu lernen was so überall alles passiert. Am Montag den ersten Tag gab es die Einführung durch den Laden und dann habe ich Spielzeug eingeräumt, eine Jalousie gereinigt, Preise ausgeschildert und vom Dienstag bis Donnerstag war ich leider krank geschrieben. Am Freitag dann war ich zum Glück wieder da und konnte die Textilabteilung kennen lernen.

 

Da habe ich, weil schon fast Feierabend war, Wäsche aufgehangen. Und vorher habe ich Bekleidung etikettiert und einsortiert und oben bei den Sachen Spiegel gereinigt. Das war die erste Woche meines Praktikums, kurz, aber toll. Ich persönlich fand die zweite Woche am Besten, weil ich von Montag bis Dienstag an der Kasse stand und auch mal kassieren durfte.

 

Das war aber noch nicht alles, denn ich musste an beiden Tagen auch noch ein wenig putzen zum Beispiel hat Patrick mich gefragt ob ich den Schrank sauber mache, damit er ihn in den Laden stellen konnte und ich habe natürlich ja gesagt und ich habe unten die Spiegel auch noch gereinigt, es waren sehr viiieeelllee.

 

Doch Mittwoch und Donnerstag sind meine Favoriten. Ich bin nämlich mit dem Auto mitgefahren, denn das Kaufhaus liefert, holt und besichtigt vorher die Möbel ob sie auch keinen Schaden haben, dann werden sie gereinigt und im Laden ausgeschildert um sie anschließend zu Verkaufen. Jedenfalls Mittwoch haben Olaf, Fernando und ich einen Sessel abgeholt und dann ein Bett geliefert. Die Kundin hat mir nachdem das Bett drinnen war eine Figur geschenkt und dem Obolus eine Torte, weil sie uns nett fand und bei einem kleinen Gespräch, gab sie mir einfach so die Figur und ich passe seit dem sehr gut darauf auf.

 

Tja und Donnerstag konnte ich bei zwei Aufträgen nicht dabei sein, denn bei dem einen war ich in der Schule Essen und bei der anderen hätte ich nicht pünktlich Feierabend machen können.

 

Dafür war ich bei den ersten beiden Aufträgen dabei. Zusammen mit Olaf und Patrick haben wir zwei Fernseher abgeholt und dann sind wir drei bis nach Schmerzke rausgefahren und haben Möbel besichtigt. Natürlich habe ich mitgeholfen und nicht nur zugesehen, schließlich wollte und habe ich dabei etwas gelernt. Am letzten Tag habe ich dann den Bericht geschrieben.

 

 Zu der ganzen Arbeit im Obolus brauchte ich viele Dinge, wie zum Beispiel den Flusenentferner, in der Textilabteilung. Wie es der Name schon sagt konnte man mir diesem Gerät Flusen von Klamotten entfernen. Zum Putzen von Spiegeln brauchte ich einen trockenen Lappen und Glasreiniger, womit ich alle tiptop reinigen konnte.

 

An der Kasse brauchte man einen Computer. Dort habe ich die Nummern von dem gekauften Gegenstand eingegeben und dann stand der Preis drinnen im Bildschirm. Ich habe mit der Maus auf Summe gedrückt, und da diesen Monat auf alles nur nicht auf Neuware und Dienstleistungen 20% Rabatt gibt, habe ich dann 20% im Computer abziehen können und so die Summe herausbekommen. Und dann gibt es da noch den Transporter, womit man alles liefern konnte.

 

Berufsbild: Verkäufer

Nun würde ich gerne den Beruf Verkäufer näher erläutern, damit man auch eine wenig Vorstellung bekommt was man dafür alles braucht um diesen Beruf zu erlernen. Auf jeden Fall brauchte man den Hauptschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt 2 Jahre und im ersten Jahr kann man pro Monat 594 bis 665 Euro verdienen und im zweiten Jahr 665 bis 742 Euro verdienen. Man kann zwischen Modehäusern, Baumärkten oder im Versandhandel, in Supermärkten und Kaufhäusern, in Bäckerein und in Fischerein wählen, wo man gerne Verkäufer werden möchte.

 

Für den Beruf braucht man folgende Fähigkeiten: Kommunikationsfähigkeit, Kunden- und Serviceorientierung, man muss freundlich sein, Mathematikkenntnisse haben und man muss gut Deutsch sprechen können. In dem Beruf muss man Warenlieferungen annehmen, Waren sortieren, Regale einräumen und Ware nachbestellen. Die Hauptaufgabe besteht aber darin Verkaufs- und Beratungsgespräche zu führen und zu kassieren. Dabei muss man auf die richtige Ausgabe des Geldes beim Wechseln und beim Einnehmen achten.

 

Es gibt auch noch Alternativen wenn man sich doch noch umentscheiden möchte zum Beispiel kann man eine dreijährige Ausbildung zur Einzelhandelskaufmann/Frau absolvieren oder eine dreijährige Ausbildung zum Drogerist. Es gibt auch Aufstiegsmöglichkeiten wie Fach- und Betriebswirt, Fachkaufleute, man kann nach dem man einige Jahre Erfahrung gesammelt hat auch einen eigenen Laden aufmachen, aber es sollte erst einmal ein kleiner sein um zu sehen ob das Geschäft gut läuft oder nicht, ansonsten kann es sein dass man Pleite geht und seinen Laden wieder schließen muss und um so größer das Geschäft um so mehr Verlust muss man einstecken.

  

Schluss:

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es Momente gab wo ich vor Langeweile fast gestorben wäre, aber wenn man sich auch selbstständig Arbeit sucht dann ist einem eigentlich nie langweilig und man hat eigentlich immer etwas was man tun könnte.

 

Meine zwei Wochen im Obolus waren sehr abwechslungsreich und die Aufgaben waren gut verteilt. Ich würde auch wenn das mit dem Tierpfleger nicht klappt, mich zum Verkäufer ausbilden lassen, denn es macht super viel Spaß.  Ich kann das Obolus-Soziales-Kaufhaus nur empfehlen, also wer Langeweile zuhause hat kann gerne dort hingehen.

 

Ich habe die Mitarbeiter, besonders die Männer/ Herren in mein Herz geschlossen, denn von den Frauen kenne ich nicht viele, aber diejenigen die ich kenne sind einfach super nett und sie würden sich freuen wenn ich sie besuchen kommen würde. Im Allgemeinen würde ich sagen, dass meine Kollegen eine große Familie sind und es tut mir ein wenig weh dass ich sie verlassen musste.

  

Kollegen/Mitarbeiter

Und da ich sie so gerne habe, werde ich euch ein paar vorstellen. Amin und Rico sind wie mir aufgefallen sind die meiste Zeit zusammen und ihre Arbeit als Fahrradmonteur, oder wie Amin zu mir gesagt hat:,, Wir arbeiten nicht als Fahrradmonteur, sondern sind Mädchen für alle Fälle.“

 

Ich mag die beiden. Sie sind sehr witzig, auch wenn ich leider zu wenig Zeit hatte um mir ihre Arbeit anzusehen. Jana hat die Einführung übernommen und mir alles bei den Textilien gezeigt, inzwischen sind wir sogar gute Freunde geworden, sie ist ehrenamtlich hier und war mit mir das erste Mal an der Kasse. Am Anfang mussten wir uns immer von Ramona unterstützen lassen, aber jetzt sind wir beide fast schon Profis im kassieren.

 

Chrisi ist auch ein Schülerpraktikant, nur mit dem Unterschied, dass er das ganze ein halbes Jahr, zweimal in der Woche macht, was heißt das er nur drei Tage in der Woche Schule hat. Er steht die meiste Zeit an der Kasse, aber auch er muss die Abteilungen wechseln.  Yvonne und Anett sind zwei wirklich nette Frauen. Sie haben immer ein Ohr für mich gehabt wenn ich Probleme hatte. Außerdem haben sie auch an manchen Tagen die Verantwortung für mich gehabt.

 

Cindy ist diejenige die die Sachen bügelt, wenn sie gereinigt wurden und dann werden sie erst verkauft. Sie ist zwar schwanger, aber ist trotzdem sehr fleißig. Patrick und Olaf hatten am Mittwoch und Donnerstag ein wenig über meine Arbeit geschaut. Beide sind immer lustig drauf und helfen mir wo sie nur können. Und sie sind frech, im positiven Sinne natürlich.

 

Und zu guter letzt der Chef. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er mich hier eingestellt hat. Auch er ist eine sehr nette Person, obwohl ich ihn nicht zu gut kennen lernen konnte, wie meine anderen Kollegen, denn er hat als Chef ja sehr viel zu tun.  Ich werde die Zeit im Obolus sehr vermissen.

 

Ich werde alle vermissen und bin irgendwie auch ein wenig traurig und ich bin am überlegen ob ich in den Ferien nach Weihnachten wieder hingehe und natürlich werde ich sie auch oft besuchen gehen.

 

Sie sind fast alle älter als ich, aber sie sind wie soll ich dass jetzt sagen? Sie sind so etwas wie Freunde, wie eine zweite Familie für mich geworden. Ich könnte es noch tausend mal sagen es hat mir Spaß gemacht, sogar das Putzen von Spiegeln, das ich eigentlich total hasse hat mit meinen Kollegen Spaß gemacht.

 

 Bericht von Sarah Janik